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Von Selbstzweifeln & dem miesen schlechten Gewissen…

8 März 2020
KinderLEICHT - bunte Rose

Happy Women’s Day!!

Dazu heute einen “mini” Text 😘
von mir, für DICH!

… du funkelnde, wertvolle FRAU! 💛
… du funkelnder, wertvoller MANN!💛

Kennst du Momente und Gefühle wie:
Versagen, Frust, Selbstzweifel …

Oder dieses miese schlechte Gewissen gegenüber dem eigenen Kind, wenn der Tag nicht gut lief? Wenn du voll ins „Fettnäpfchen” getreten bist, in deinen Reaktionen, in deinem Verhalten?

Tage an denen es für dich nicht gut läuft, an denen viel Konflikt statt findet und du gefühlt neben dir stehst…
… gehören zum Alltag, zum Leben.

Und auch zu meinem Leben. An diesen Tagen könnte es passieren, dass ich beispielsweise keine Lust habe raus zu gehen. Auch nicht, wenn draußen das schönste Wetter herrscht und sich alle anderen daran erfreuen. Ich weiss, ich könnte die tollsten Ausflüge mit meinen Kindern machen, Schneemänner oder Wasserdämme bauen. Mit ihnen auf Robinsonspielplätze fahren, ein Feuer im Wald machen oder Freunde treffen. Die Kinder wären so an der frischen Luft, es wäre wahrscheinlich ein Selbstläufer und ich könnte aufatmen.

Anstelle dessen, passiert kann es vorkommen, mit sturem Willen die Sachen nebenher zu erledigen, alles zu jonglieren und dabei auf das immer lauter werdende Genörgel und die Lautstärke herum zu reagieren. Oder sinnlos im Smartphone zu stöbern, sonstigen Krims Krams, welcher schon lange erledigt werden sollte zu erledigen oder sich mit noch mehr to dos zu zu “müllen”. Hart und anstrengend.

Passiert es dir auch manchmal, dass in dir genau in solchen Momenten erst recht der Drang wächst, deine Kinder mit viel Druck erziehen zu wollen?

Und du dich später dann selbst anklagst und dich schlecht fühlst, weil du aus deiner Haut gefahren bist und eigentlich nicht so reagieren wolltest?

Völlig katastrophenreif und unpädagogisch?
Ich kenne es. Ja, menschlich und unperfekt.

Wie reagierst du dann danach? Auf dein Kind?
Wie gehst du nach solchen Situationen und Gefühlen mit dir selbst um?

Es kommen immer wieder Situationen im Leben, die uns aus unserem gewohnten, flüssigen und “gut” laufenden Alltag mit den Kindern herausreißen und unsere Haltung auf die Probe stellen.

Manchmal stehe ich neben mir, kann oder will mich nicht reflektieren und alte Handlungs- und Haltungsmuster kommen hoch.

Das ist das Leben. Unser Weg geht nicht immer geradeaus, sondern auch mal über Stock und Stein, hinunter und wieder hinauf. Mit der ein oder anderen Schramme im Gepäck. Damit diese wieder heilen, wachsen und neues entstehen kann.

Ich denke es ist von enormer Bedeutung uns selbst als Mensch, als Eltern und auch als Paar großzügig, geduldig, liebevoll und mit Verständnis zu begegnen.

Manchmal geht es mir total schlecht und ich bekomme recht schnell den Spiegel von meinen Kindern vorgehalten. Sie gehen mit mir in Resonanz. Sie weiten meinen Blick und ich darf hinschauen, wenn ich möchte.

Manchmal sind meine Kinder von Langeweile geplagt und streiten was das Zeug hält. Ich könnte hier die tollsten Kindeaktivitäten zur Gemeinschaftsförderung anbieten, mit ihnen auf dem Boden verweilen, für sie da sein, ihnen Ideen und meine Nähe geben. Ich könnte mit ihnen etwas kochen oder backen.

Und es kann vorkommen, dass ich keine Lust habe auf Chaos in der Küche oder auch keine übrige Energie mehr habe, um für andere da zu sein. Es kann sein, dass es einer dieser Tage ist, an denen ich anstelle dessen, die „Sendung mit der Maus“ laufen lasse und manchmal sogar noch eine Folge „Janoschs Traumstunde“ hinterher.

Es gibt Tage an denen meine Kinder schon vor dem Frühstück einen Kaugummi bekommen, an denen wir anstelle eines gesunden, ausgewogenen Mittagsessens, Chips auf dem Sofa essen und zum Dessert noch einen Lolli hinterher. Ungesunder raffinierter Zucker und fettiges bis zum abwinken. Dabei lassen wir die Dörrfrüchte und Vollkornkräcker ganz bewusst im Schrank stehen. Menschlich und unperfekt. (Wichtig: Dies soll kein Paradebeispiel oder keine Empfehlung für dich sein, immer so zu reagieren.)

Manchmal möchte ich einfach in Ruhe gelassen werden, bin frustriert, hatte Streit mit jemandem der mir am Herzen liegt, oder bin aus sonst welchen Gründen nicht in der Stimmung für gefühlsbetonte, motivierende Wörter. Ich bin launisch und eine gefühlte, gefüllte, tickende Zeitbombe. Ich möchte manchmal nicht bis 30 zählen, den Raum verlassen, oder in ein Kissen boxen. Und noch weniger möchte ich in solchen Momenten etwas wissen, über die integrative Pädagogik oder von Wachstum, Fokus setzten ect…
An manchen Tagen möchte ich meiner Laune freien Lauf geben. Unangenehme Gefühle rauslassen, weil ich keine Geduld mehr habe und mir die Gelassenheit fehlt. …völlig katastrophenreif und unpädagogisch
Ja, menschlich und unperfekt.

Hast du auch gelegentlich solche Momente? Geht es dir auch manchmal so?

Früher plagte mich nach solchen Tagen sehr oft, ein mieses schlechtes Gewissen und am Abend kreisten meine Gedanken dann in einer großen dunklen Wolke.

Gedanken wie „Ich bin eine schlechte Mama“, „Ich habe versagt“, „Ich weiss einfach nicht mehr weiter“, „Alles ist so anstrengend bei mir“, „Ich halte das nicht mehr aus“, „Bei anderen ist alles einfacher“, „Ich arme“
waren sehr groß geschrieben.

Wir Eltern geben jeden Tag so viel wertvolles für unsere Kinder. Wir kuscheln, spielen, sitzen in selbst erbauen engen Kinderhütten und stoßen darin mit Tee an, bereiten leckere Lunchpackets und gut duftende Menüs für die ganze Familie vor. Wir hören zu, wir sind da, besonders wenn die Tränen fliegen oder unsere Nähe gebraucht wird. Wir unterbrechen unsere Gespräche, weil unser Kind uns braucht, wir stellen uns so oft hinten an. Ja, wir verstehen es, wenn unsere Kinder wutentbrannt die Türe zu hauen oder das Badezimmer unter Wasser setzen. Wir spielen verstecken, streicheln die Kinder in den Schlaf und stehen in der Nacht wieder mehrmals auf, um den Durst nach Verbindung, Sicherheit und Liebe zu nähren. Wir leisten einen Fulltime 24h Job mit meist sehr wenigen oder gar keinen Pausen, Frei- oder Ferientagen.

Darum anerkenne ich mich heute. Heute am Welt Frauentag, sowie weitere 364 Tage im Jahr. Täglich & mehrmals. WEIL ICH ES MIR WERT BIN.

Darum sage ich heute JA zu ALL meinen GEFÜHLEN.

„Ja, auch ich darf versagen.”
„Ja, ich darf auch schreien und laut sein.“

Die Frage ist nur WIE?

Und vor allem: Lebe und lasse ich meine Gefühle an jemandem, einem anderen Menschen, meinem Gegenüber, meinen Kindern aus? Und verletze ich ihn oder sie damit?

Will ich einen Wutsack / Wutkissen nutzen? Oder will ich vielleicht meinen Ärger zum Fenster raus schreien?
Oder einfach in die Luft, in den Raum im hier und jetzt schreien?

Letzteres entspricht meiner Person und Haltung.
Es tut mir gut, fühlt sich authentisch an und ist praktisch.
Ich öffne direkt das Ventil und lasse es raus.
Ohne etwas runterzuschlucken oder aufzuschieben. Ich erlaube und befreie meine Gefühle (z.B. Wut)
Ich spüre für einen Moment lang durch.
Ohne dabei eine Person anzugreifen, verbal zu bewerten oder zu verurteilen. Ich bleibe bei mir und meinem Gefühl und benennen mein Gefühl.

Heute, erlaube ich mir all meine Gefühle.
Auch die unangenehmen.
… was ich früher nicht konnte.

Grade wir Frauen lernen schon oft in jungen Jahren, ausschliesslich „lieb, gut und angepasst zu sein“, „ein braves, ruhiges artiges Mädchen zu sein“.

Ist dies der Fall, erhalten wir Eltern meiner Meinung nach, sehr oft in unserer Gesellschaft die Bestätigung, die Anerkennung oder die Rückmeldung vom Aussen:
„Ihre Kinder sind so gut erzogen“.
“Ihre Kinder sind aber so schön brav und artig”
“Ihre Kinder sind schön ruhig und spielen still für sich.”
“Ihre Kinder weinen gar nie. Sind immerzu fröhlich.”
“Ihre Kinder können schon so viel! WOW!”

#HelloLeistungsdruck
#HelloAlleGefühlesindrichtigundwichtig
#Hellonobodyisperfect
#HellozumGlücksindwirIndividuen
#HelloKinderbrauchenFreiheitundFreiraumSEINzudürfen
#Gleichwertigkeitfüralle

Oft wollen wir es ja so vielen WIE möglich, im best case allen recht machen und unsere Rolle und Aufgabe als Eltern „GUT MACHEN“.

Woraus ein ewiger Kreislauf in den Reaktionen und Gefühlen der Eltern entsteht. Geprägt von einem enormen innerlichen Druckaufbau. Besonders intensiv, bei Eltern mit ihrem ersten Kind.

Darf dein Kind Schreien? Laut sein? Wut ausleben? Frust zeigen? Fertig weinen? Oder kennst du Aussagen oder Drohungen wie: „Das ist doch nicht schlimm!“, “Tu nicht so!”, “Heulsuse”, “Ein Indianer kennt keinen Schmerz!”, „Hör jetzt auf mit deinem Theater!“, “Oh mein Gott, du bist viel zu sensibel”, “Weichei”,
„Wenn du jetzt nicht… Dann…!”

Heute, bin ich mir selbst mein bester Freund und nehme mich, mit allem an. Es gelingt mir Selbstzweifel in Liebe loszulassen und somit vorzubeugen, um nicht förderliche Gedanken, wie z.B. dieses miese schlechte Gewissen zu minimieren, bis es ganz gelöscht ist. Immer mehr, immer mehr und mehr. Ich tue mir selbst täglich Gutes und feiere mich. Anerkenne mich. Und grade nach einem filmreifen Katastrophentag, ganz besonderst fest.

Ich lege mich in die Badewanne, oder mache etwas ganz kleines, wie zum Beispiel meine Hände sorgsam und wertschätzend einzucremen. Ich lese ein gutes Buch, schaue einen Film oder öffne eine Flasche Sekt und stoße gemeinsam mit mir oder einem Lieblingsmemschen auf meinen gefühlten „Horrortag“ an. Ich gebe jeden Tag mein Bestes für meine Kinder, Familie, meinen Mann und mein Umfeld. Ja, auch ich darf schwach, anfällig oder gereizt sein. Ich bin eine wundervolle Mutter und keine perfekte. Das ist ausreichend.

Am nächsten Tag gelingt es mir neu zu starten, meine eigenen Bedürfnisse genauer unter die Lupe zu nehmen und dazu Lösungen zu suchen. Auf meine Katastrophentage folgen nicht so schnell weitere Katastrophentage, in der gleicher Intensität. Denn mir gelingt es, sie ruck zuck zu drehen. In Leichtigkeit und Liebe zu mir selbst, zu meinen Kindern, zu meinem Partner und zu meinem Umfeld. Mir gelingt es, schon nach kurzer Zeit meinen Kindern mit innerlicher und äußerlicher Präsenz, Freude, innerlichem Antrieb, Geduld, Zeit, Feinfühligkeit, Verständnis und Liebe zu begegnen.

Ich bin überzeugt, dass es von enormer Bedeutung ist, unseren Kindern grade auch diese Unperfektion vorzuleben. In ganz viel Selbstvertrauen. Selbstliebe und Wertschätzung. Um so auch ganz kinderLEICHT, ohne Druck und spezielle Förderung ein gesundes Selbstbewusstsein unserer Kinder zu erschaffen, zu kreieren. Ohne dabei schaffen und kreieren zu müssen. Die Ironie, die Einfachheit, die Doppelmoral und der Flow in sich. Die LEICHTIGKEIT & ANNAHME des SEINS im HIER & JETZT.
Es ist wie es ist. Immer.

Lasst uns die Niederlage eingestehen, und unseren Kindern Unvollkommenheit vorleben. Denn das ist meiner Meinung nach, das Leben. Hier steckt der Gewinn, das Geschenk, der Wachstum. Das pure Glück, die Liebe, die Fülle, das Licht und die Harmonie im Einklang mit sich selbst, seinem Herzen und der Welt.

„Es ist gut und tut gut, auch für sich selbst ein aufmerksames Herz zu haben“ Bernhard von Clairvaux

Solltest Du Dich angesprochen fühlen, dann lass uns doch gemeinsam diese graue Wolke mit warmen Sonnenstrahlen erhellen, dein Herz und das deiner Liebsten mit Liebe fluten.

WIE?

I know it !

…und ich treffe garantiert auch bei dir, zielsicher & liebevoll ins Schwarze, um DICH empathisch zu führen und um JETZT in DEINEM Leben…

GLITZER UND FARBENVIELFALT

… zu streuen.

YOU are the LIGHT

Stephie

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